Hunderettung-aktiv


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Hilfe für Coby

Cobys OP Bericht:

Bei der bildfreien Navigation muss vom Computer zunächst ein Modell der Knochenoberfläche errechnet werden. Dies geschieht durch eine Verknüpfung von vorgegebenen Formen, die in einer Datenbank gespeichert sind, mit Daten des aktuellen Falles, die durch Abtasten der Knochenoberfläche eingegeben werden. Es werden Winkel und Schenkelhalsachse berechnet. Der Computer macht dann Vorschläge zur Prothesengröße und -position.

Eine potentielle Verletzung des Knochens durch die Fräse kann hierbei durch die unterschiedlichen Ansichten sicher erkannt und vermieden werden.


Coby wurde in Seitenlage, die rechte Seite zum Operateur hingewendet, gelagert. Dann erfolgte ein Hautschnitt und das Freilegen des Hüftkopfes. Dieser wurde entfernt und Unregelmäßigkeiten am Schenkelhalsstumpf abgetragen. Der Markraum des Schenkelhalses (Femorhals) wurde dann mit einem Bohrer aufgebohrt. Danach wurde der Schenkelhals plangefräst (geglättet), damit der Hüftschaft optimal auf dem Schenkelhals zu liegen kam. Die Schraubpfanne wurde dann mit 2-3 Umdrehungen fest eingedreht. Die korrekte Winkelung wurde mit der Navigationshilfe bestimmt. Es wurde vom Navigationscomputer die passenden Prothese ausgewählt und mit einem Setzinstrument im Uhrzeigersinn eingedreht, bis der Prothesenteller vollständig und fest dem Schenkelhalsstumpf auflag. Dann wurde der Hüftkopf aufgesetzt und der Femurkopf in die Pfanne hineinverlagert. Nun wurde die Luxationstendenz (ob sich die Hüfte wieder ausrenken lässt), die Stabilität und der Bewegungsumfang durch rotierende Bewegungen des (Oberschenkels) Femurs überprüft. Das Hüftgelenk darf jetzt nur bei extremen Bewegungen luxieren. Der Verschluss der Gelenkkapsel erfolgte durch Einzelhefte, der Muskel wurde mit einer fortlaufenden Naht befestigt. Zur Überprüfung des korrekten Sitzes der Prothese erfolgte durch eine Röntgenkontrolle. Nach der Operation bekam Coby noch eine antibiotische Abdeckung für 5 Tage.

Die große Narbe an der Hüfte war die ganze Zeit trocken und sauber. Da Coby nicht an die Wunde ging, konnten wir auf einen Kragen verzichten.

Die Nachversorgung erfolgte bei Frau Dr. Sabine Schulze in Obenstrohe, am 28.11. konnten die Fäden gezogen werden. Es wurde zur Kontrolle auch Fieber gemessen, was Coby nicht so toll fand. Coby wurde in der Praxis auch gleich noch gewogen. Er hatte in den 14 Tagen 1,5 Kg abgenommen (aufgrund der Schmerzen hatte er nicht viel Hunger) und seine Beinmuskeln sind auch viel dünner geworden. Damit er nun sein Bein etwas mehr belastet, bekommt er ein Schmerzmittel. In einer Woche hat er die nächste Kontrolle.



Coby hat eine neue Hüfte

Cobys wurde am 16.11.2011 um 11:00 Uhr in Hamburg bei Dr. Dirk Schrader im Tierärztlichen Institut für angewandte Kleintiermedizin operiert. Herr Arbabian von der Fa. Innoplant hat die Operation begleitet und brachte aus Amerika ein Gerät mit, dass geholfen hat, dass die Prothese passgenau eingesetzt werden konnte. Coby ist nun der erste Hund in Europa, der navigationsgestützt eine Hüftprothese eingesetzt bekommen hat.

Die Operation dauerte insgesamt 3 Stunden, da der gesamte Hüftapparat komplett umgebaut werden musste, damit die Gefahr einer Auskugelung reduziert werden konnte (der Medizinische Bericht folgt noch). Wir sind dann am gleichen Abend mit Coby wieder nach Hause gefahren. Wir mussten das Auto auf 28°C heizen, damit Coby nach der langen OP nicht auskühlte, das bedeutete für uns gut 3 Stunden "Sauna". Coby kam Zuhause dann in sein vorbereitetes "Nest" zum Ausschlafen der Narkose.

Die erste Nacht war für alle sehr hart, da Coby die gesamte Nacht jaulte und wimmerte. Wir waren alle mit unseren Nerven am Ende. Ein Gespräch mit Dr. Schrader beruhigte uns dann, da das Jaulen nicht schmerzbedingt war, sondern durch das starke Schmerzmittel ausgelöst wurde. Das arme Kerlchen hatte wohl fürchterliche Träume....

Am nächsten Morgen ging es dann das erste Mal raus zum Gassigehen. Coby konnte das Bein schmerzbedingt nicht aufsetzen und damit wir ihm das Laufen etwas erleichtern konnten, haben wir ihn mit einem Handtuch unter seinem Bauch gestützt. So konnten wir auch verhindern, dass er ausrutscht bzw. fällt. Zum Frühstück gab es für ihn dann Würstchen.

Insgesamt muss Coby sich noch 6 Wochen schonen, dabei sind die ersten 14 Tage ganz besonders wichtig.

Ein ganz besonderer Dank geht von uns nochmals an Dr. Dirk Schrader, der sich an die komplizierte Operation herangewagt hat und an Herrn Arbabian, der diese aufgrund seines Wissens und des amerikanischen Navigationsgerätes erst möglich gemacht hat.


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Update im Oktober 2011

Coby braucht eine neue Hüfte

Das Kontrollröntgen im August ergab, dass Coby dringend eine neue Hüfte braucht. Er leidet unter einer sehr schweren Hüftdysplasie mit zusätzlicher deutlicher bds. Subluxation und Arthrosebildung, das bedeutet, eine unvollständige Ausrenkung eines Gelenkes, wobei der Gelenkkopf sich noch teilweise in der Gelenkpfanne befindet. (Als Mensch könnte man mit einer Hüftauskugelung gar nicht laufen.) Es fällt ihm seit kurzer Zeit immer schwerer aus dem Liegen aufzustehen und sein Stöhnen geht dabei richtig unter die Haut. Wir hatten einige Beratungsgespräche mit Tierärzten und haben uns schließlich für eine Helica-Prothese entschieden, um ihm ein lebenswertes und schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Es wurden spezielle Röntgenbilder angefertigt, damit die Knochenstruktur beurteilt und die richtige Prothesengröße ermittelt werden konnte

Cobys Operationstermin steht nun auch fest, Coby wird am 16.11.2011 um 10:00 Uhr in Hamburg bei Dr. Dirk Schrader im Tierärztlichen Institut für angewandte Kleintiermedizin operiert. Als Assistenz steht Herr Arbabian von der Fa. Innoplant zur Verfügung, der extra für die OP aus Hannover angereist kommt.

Die ersten 6 Wochen muss Coby dann unter ständiger Beobachtung bleiben, damit die Hüfte durch eine zu starke Belastung nicht ausgekugelt oder beschädigt wird. Wir werden uns daher im Wechsel jeder eine Woche Urlaub nehmen, damit er unter Kontrolle bleibt. Danach wird ein neues Röntgenbild gemacht und beurteilt, ob die Prothese nun komplett belastbar und eingeheilt ist. Wir freuen uns schon auf den Moment, wenn er zum ersten Mal in seinem Leben schmerzfrei rennen und spielen kann. Es wird sich dann mit der Zeit herausstellen, ob seine zweite Hüfte in gleicher Technik operiert werden muss. Dies kann jedoch erst nach kompletter Ausheilung der ersten Hüfte nach 6 bis 9 Monaten geschehen.

Wir möchten allen danken, die bisher seinen Weg begleitet und uns mit Spenden geholfen haben, seine bisherigen Therapien zu finanzieren.

Wissenswertes zur Helica-Prothese:
Die zementfreie Hüftprothese hat sich auch in der Veterinärmedizin in den letzten Jahre immer mehr behauptet. Ihre Vorteile liegen im Vermeiden zementbedingter Probleme sowie in einer guten Fixierung durch Einwachsen der Prothese in das Knochengewebe. Im Vergleich zur zementierten Endoprothese ist bei der HELICA-Endoprothese ein sparsamer Umgang mit dem Knochen möglich (der Knochen muss nicht ausgehöhlt und anschließend mit Zement wieder aufgefüllt werden). Das oberste Ziel der Hüft-Endoprothese ist ein beschwerdefreies Laufen des Tieres durch eine biomechanisch korrekte Stabilisierung der Hüfte mit gleichzeitiger Erhaltung der Vitalität des Knochens.
Die neu entwickelte HELICA-Endoprothese für den Hund ist von Herrn Dr. Hach aus der Tierklinik am Stadtwald Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Firma INNOPLANT in Hannover entwickelt worden.


Unterstützung für Coby:


Tierschutzverein Hunderettung-aktiv e.V.

Commerzbank Wilhelmshaven
Kto. 330463100
BLZ 282 400 23
Verwendungszweck: Coby

IBAN: DE16 2824 0023 0330 4631 00
BIC: COBADEFFXXX




Unterstützung für Coby


Name:

Betrag:

Ulli Pohlman

100,-€

Karin und Heribert Richter

150,-€

TSV Hunderettung-aktiv e.V.

550,-€

   
   

Update im Juli/August 2011

Im Juli haben wir festgestellt, dass Coby seine Orthese nicht mehr tragen wollte. Vorher war es so, dass wenn wir seine Orthese geholt haben, Coby gleich da war und sich seine Orthese ohne Problem anlegen ließ. Das Tragen der Orthese gab ihm Sicherheit und Stabilität und das Anlegen bedeutete für Ihn, er darf uns begleiten. Wir haben daraufhin einen Termin bei dem Team von Tante Emma gemacht und dort wurde festgestellt, dass Coby aus der Orthese herausgewachsen ist. Sie drückte ihn in der Leiste und der Druck, der die Hüftköpfe stabilisieren sollte, war auch nicht mehr an der richtigen Stelle. Aber es gab auch positives zu berichten. Seine Hinterbeine haben 4 bzw. 10 cm an Muskelmasse zugelegt und der Hüftmuskel hat sich um 4 cm vergrößert. Insgesamt hat er tüchtig Muskeln entwickelt und läuft viel stabiler. Es stellte sich nun die Frage, ob er noch auf eine neue Orthese angewiesen ist oder ob er von der Muskulatur so kräftig geworden ist, dass er auch ohne laufen Orthese laufen kann.



Wir haben uns daraufhin entschieden, dass wir erst einmal eine Kontrollröntgenaufnahme von seiner Hüfte anfertigen lassen wollten, bevor evtl. eine neue Orthese angefertigt werden sollte. Wir vereinbarten einen Termin in der Tierklinik Oldenburg bei Dr. Kopp. Da er ohnehin für die Röntgenaufnahme in Narkose gelegt werden musste, ließen wir ihm auch die doppelten Wolfskrallen an den Hinterbeinen entfernen. Diese doppelten Wolfskrallen geben den Verdacht, dass bei Coby nicht nur ein Afgane und Galgo, sondern auch ein Briard in seinem Stammbaum mitgemischt haben. Dies würde auch die etwas breitere Schnauze erklären. Die Wolfkrallen haben ihn insofern behindert, dass er öfter daran hängengeblieben ist bzw. er gerne und ausgiebig daran genuckelt hat bis sie ganz zerkaut waren. Bevor es dadurch zu einer Entzündung kommt, haben wir entschieden, die doppelten Wolfskrallen entfernen zu lassen. Wir waren dabei und haben ihn im Arm gehalten bis er durch das Narkosemittel eingeschlafen war. Nun wurde als erstes die Röntgenaufnahme angefertigt. Leider fiel diese trotz Physiotherapie und Unterwasserlaufbandtraining sowie das Tragen der Orthese sehr schlecht aus. Nun ist auch der Hüftkopf der besseren rechten Seite aus der Hüftschale getreten. Uns wurde vom Tierarzt angeraten, die Hüftoperation nicht mehr zu lange herauszuschieben. Die schlechtere linke Seite muss definitiv operiert werden. Es war für uns ein echter Schock. Wir haben seine Röntgenaufnahme an eine Tierarztpraxis in Hamburg geschickt und dort seinen Fall geschildert. Der Tierarzt wird sich die Aufnahme ansehen und uns dann unterrichten, ob Coby alt genug für eine Hüftoperation ist und ob er für Operationsmethode geeignet ist.

Die Wolfskrallenoperation hat Coby gut überstanden. Wir waren dann alle zwei Tage zum Verbandswechsel bei unserem Haustierarzt. Am 29.08. wurden ihm die Fäden entfernt. Zum Schutz trägt er jetzt noch ganz stolz seine Socken. Welcher Hund nennt 6 Sockenpaare sein eigen? Noch ein paar Tage Schonung, dann ist auch die Gefahr des Wiederaufreißens der Wunden vorbei.


Jetzt kam die Antwort von Dr. Gervers in Hamburg:

"Coby hat ja leider sehr schwere HD mit zusätzlicher deutlicher Subluxation und Arthrosebildung. Die rechte Seite erscheint röntgenologisch schlimmer. Jedoch sollte immer die klinisch auffälligere Seite als erstes operiert werden. Für eine Prothese de Fa. Helica käme Coby prinzipiell in Frage. Wir werden uns in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen."





10.01.2011
Coby war wieder auf dem Unterwasserlaufband. Wir sind alle ganz stolz auf ihn. Coby arbeitet ganz lieb mit und hat seine Gehstrecke bereits beim 3. Training fast verdoppelt. Nach ungefähr 25 Min. reichte dann seine Kraft in re. Hinterbein nicht mehr aus und er setzte sich schließlich hin. Hinterher wurde er trocken gerieben und schlief bereits auf der Rücktour an mich gekuschelt auf der Rücksitzbank eingekuschelt in einer Decke ein.



Nach dem Training sahen wir Coby beim Kuscheln mit Sally. Sie merkt wohl, dass er nicht ganz gesund ist, so darf Coby sich ganz häufig an sie rankuscheln.



11.01.2011
Coby hatte einen Anprobetermin seiner Orthese bei Tante Emma. Er war ganz geduldig und es konnte seine Orthese weiter angepasst werden. Wenn alles gut geht, kann er am Wochenende zur nächsten Anprobe schon ein paar Schritte darin gehen. Er sieht ein bißchen aus wie Robo-Dog. ;-)


12.01.2011
Coby bei seiner täglichen Physiotherapie. Frau Gutjahr hat mir für Coby einige Übungen gezeigt, die bewirken, dass er die Muskulatur seiner Hinterhand besser wahrnimmt. Durch das Durchbewegen seiner Gelenke werden diese auch besser mit Gelenkschmiere versorgt und auch der Knorpel besser durchblutet. Hinterher wurden seine Ballen noch mit Melkfett behandelt, damit die Haut nicht rissig wird.



13.01.2011
Coby hat zweimal die Woche sein Unterwasserlaufbandtraining. Insgesamt wirkt er etwas kräftiger und er beginnt auch schon mal im Garten mit Tammo zu rennen und spielen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg.

15.01.2011
Heute ist Cobys großer Tag. Die Fa. Tante Emma hat die Orthese soweit zur letzten Anprobe vorbereitet. Coby ist ganz lieb und lässt sich seine Orthese problemlos anlegen. Dann kamen die ersten Schritte. Nach ein paar Veränderungen sitzt die Orthese wie angegossen. Die Fa. Tante Emma hat sich selbst übertroffen. Die Hüftköpfe befinden sich durch die tiefergezogene Rückenschale in den Pfannen. Beim Bewegen hört man kein Knirschen mehr und die Beine sind durch die Oberschenkelschalen etwas gedreht und stehen nicht mehr so eng aneinander. Er wird seine Orthese nun bei den Spaziergängen immer tragen. Da die Orthese wasserfest ist, kann er sogar mit ihr schwimmen gehen.



16.01.2011
Zum Spaziergang legten wir ihm seine Orthese an. Es ist ein seltsames Gefühl, die Orthese anzulegen, aber mit der Zeit werden wir Routine bekommen. Nun kommt es darauf an, ob er gewillt ist, mit seiner Orthese seine Geschäfte zu verrichten. Aber Coby meistert auch dies und stellt fest, dass man mit Hilfe der Orthese auch super rennen und planschen kann. Es ist so schön, wie dieser Hund sein Leben genießen lernt. Beim Rennen und Spielen steht er dank der Orthese wesentlich fester.

18.01.2011
Coby war wieder auf dem Unterwasserlaufband. Er läuft bereits 25 Min. und hat gelernt, die Hinterbeine weit nach hinten zu führen. Cobys Schritte werden immer größer und sicherer.

20.01.2011
Heute waren wir mit Freunden am Strand. Mit dabei waren 5 Hunde. Coby fühlt sich mit seiner Orthese so sicher, dass er mit den anderen spielt und rennt. Er läuft auch gerne vor, um alle geschlossenen Muscheln am Strand aufzuspüren und zu fressen. Coby hielt uns auf Trapp, um dies zu verhindern. Frauchen und Herrchen waren ja solche Spielverderber; er durfte sich gar nicht mit Tammo im Schlick herummatschen.



Zuhause versuchte sich jeder einen Platz am Kaminofen zu ergattern. Coby setzt sich dann immer mit dem Hinterteil auf die obere Stufe und die Vorderbeine stehen auf der Stufe darunter.



24.01.2011
Coby hatte heute Unterwasserlaufbandtraining. Er stieg ganz von alleine auf den Lifter und dann ins Becken. Es scheint ihm Spaß zu machen, könnte aber daran liegen, dass Frau Gutjahr so feine Leckerchen hat. Coby ist 30 Min. ohne Probleme gelaufen. Beim nächsten Mal werden wir das Laufband versuchsweise etwas schneller laufen lassen. Hinterher wurde Coby schön trocken gerubbelt und er verteilte mit Begeisterung nasse Hundeküsse. Da es vorher auch ganz lecker Trockenfisch gab, waren wir von seinen Schmatzern nicht so begeistert.




25.01.2011
Wir haben mit Coby "Tante Emma" besucht. Seine Hinterbeine sind kräftiger geworden und haben an Umfang zugelegt. Seine Orthese hat längere Klettbänder und das Beinstück re. wurde geweitet. Ein toller Erfolg.

31.01.2011
Coby hatte heute Unterwasserlaufbandtraining. Er geht gerne zum Training, da er immer sooo leckere Häppchen bekommt. So bringt das Training richtig Spaß. Hinterher kriegt Frau Gutjahr beim Abtrocknen immer ein Küsschen auf die Nase von Coby.



03.02.2011
Coby läuft schlechter und nimmt das re. Bein nicht richtig nach vorne und hinten. Vor dem Training untersucht Frau Gutjahr Coby auf Blockierungen. Er ist vom Sofa heruntergesprungen und hat sich dabei wohl die Halswirbelsäule blockiert. Auf den Fotos sieht man, dass er seine Halswirbelsäule nach der Behandlung wieder frei bewegen kann. Er ist wirklich ein ganz geduldiger Hund und war ganz lieb.



10.02.2010
Coby war zur Blutuntersuchung. Er verliert seine Haare um die Augen und an der Nase. Der Leishmaniose-Test war negativ und seine restlichen Blutwerte sind in Ordnung. Der Haarverlust ist durch eine Milbenart temporär bedingt.

15.02.2011
Ein Spaziergang mit dem Rudel. Coby läuft mit seiner Orthese sehr sicher und liebt das Traben und Rennen.



19.02.2011
Ich kann das Glück kaum fassen. So ein tolles Geschenk und die Schleife erst. Coby gehört ab heute offiziell zum Rudel. Tammo spielt mit ihm notfalls auch im Liegen, mit Sally wird gekuschelt und unsere Kater finden es richtig toll, Coby zu putzen und hinterher sich an ihn heranzukuscheln.




05.03.2011
Heute waren wir mit Coby, Sally und Tammo sowie unserem Ex-Pflegehündin Fly mit Frauchen Heike am See spazieren. Die Hunde hatten bei dem tollen Wetter richtig Spaß zu laufen. Tammo verführt Coby mit ihm ins Wasser zu kommen. Coby rennt und seine Augen funkeln vor Freude. Er entdeckt, dass das Buddeln im Sand ganz toll ist. Cobys Physiotherapeutin Frau Gutjahr sagte uns, dass wir das Buddeln fördern sollen, da er dabei sein Gewicht auf die Hinterbeine verlagern muss. Er erfährt dabei das Vertrauen, dass seine Hinterbeine sicher ihn tragen können und er auch beim Laufen weniger Gewicht auf die Vorderbeine bringen muss.

08.03.2011
Heute hatte Coby seinen Kontrolltermin beim Tierarzt. Er setzt langsam Muskeln an der Taille und an der Knochenplatte über seiner Rute an. Er ist noch weit davon entfernt, dort normale Muskeln zu haben, aber wir freuen uns über jeden Fortschritt, den er durch die Therapien erlangt. Seine Haare, die er rund um die Augen und an der Schnauze durch Milbenbefall verloren hatte, wachsen wieder nach. Er sieht wieder richtig hübsch aus.

14.03.2011
Coby hat wie jeden Montag seine Unterwasserlaufbandtherapie. Heute lief er supergut und hat sich seit Anfang des Jahres kräftig gesteigert. Es gibt aber auch immer mal Tage, an denen er nicht so gut läuft, da er Schmerzen hat oder einfach nicht zu motivieren ist. Dann bekommt er immer ganz besondere Leckerbissen, damit er sein Training immer als ein positives Ereignis ansieht.

19.03.2011
Heute hatten wir Besuch von Frau Andrea Seeliger, einer angehenden Tierphysiotherapeutin. Sie hatte von ihm auf unserer Homepage gelesen und fand seinen Fall so interessant, dass sie ihre Abschlussarbeit über ihn schreiben möchte. Andrea reiste aus Goslar an, um Fotos zu machen und um hinterher sich mit dem Team von Tante Emma in Verbindung zu setzen, die seine Orthese angefertigt haben und uns immer noch liebevoll und geduldig betreuen. Coby musste für die Fotos an der Leine mit Orthese gehen, laufen und stehen. Er wurde von allen Richtungen photographiert und gefilmt.
Danach ging es dann zusammen nach Middelsfähr zum Tante Emma Team. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich Cobys Orthese wieder angepasst.




25.03.2011

Wir haben das schöne Wetter genutzt und haben uns mit Heike und Fly am See getroffen. Coby liebt diese Spaziergänge im Rudel. Am See wird dann richtig getollt und geplanscht. Er ist zwar nicht so schnell wie die anderen, aber er hat trotzdem immer richtig Spaß.


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Update Juni 2011 zu Coby:

Nachdem Coby ca. 30 Einheiten Unterwasserlaufbandtraining bekommen hat, hat Frau Gutjahr mit Physiotherapie bei Coby angefangen. Er hat bereits Muskeln angesetzt und somit ist die Grundlage für eine Physiotherapie gegeben.

Frau Gutjahr mobilisiert seine Muskeln im Liegen. An den Schultern und Vorderbeinen war seine Muskulatur ja von Anfang an besser und diese wird wie auf den Aufnahmen zu sehen im Liegen durchbewegt. Dadurch werden Verklebungen gelöst, die Muskulatur besser durchblutet und die Bänder und Sehnen geschmeidiger.



Danach kommen die Hüften und die Hinterbeine dran. Coby hat aufgrund seiner Hüftfehlstellung nie gelernt die Beine richtig einzusetzen. Durch das Bewegen im vollem Umfang bekommt sein Gehirn bzw. die Rezeptoren neue Reize und Informationen. Das bewirkt, dass er das richtige achsgerechte Laufen lernt. In der menschlichen Medizin wird dieses eingesetzt bei z. B. Querschnittsgelähmten. Ein Welpe lernt seinen Körper und die Bewegungen beim Spielen und Laufen kennen, Coby lernt dieses jetzt durch die Physiotherapie. Wenn man bedenkt, das er Ende Dezember/Anfang Januar kaum Laufen konnte und ständig umfiel, hat er riesige Fortschritte gemacht.



Wenn beide Seiten im Liegen durchbewegt wurden, kommt es zu Übungen im Sitzen mit dem Theraband. Dadurch, dass ein Zug zur Seite ausgelöst wird, muss Coby den Druck mit Muskelkraft ausgleichen. Diese Übung wird an beiden Seiten durchgeführt.



Danach wird im Stehen weitergearbeitet. Cobys Knie werden mit einer Hand gestützt und er bekommt Druck unter jeweils einer Hinterpfote. Er muss mit den Rücken- und Hüftmuskeln diesen Impuls dann ausgleichen. Beim Menschen wird dies als sensomotorisches Training bezeichnet. Dieses Training dient dazu Reflexe zu verbessern, damit man z. B. beim Stolpern nicht stürzt.



Nun übt Frau Gutjahr Druck von der Hüfte seitlich aus und Coby muss diesen Druck ausgleichen. Vor ein paar Wochen wäre diese Übung ohne Umfallen gar nicht möglich gewesen.



Eine gute Übung für die Hüften und Hinterbeine ist, wenn Coby enge Kreise langsam läuft. "Leckerli, nichts wie hinterher!



Da möchte man den Süßen echt nur knuddeln



Coby albert mit Frau Gutjahr herum. Er hat mittlerweile eine Schulterhöhe von 75 cm und könnte auch schon als kleines Reitpony durchgehen.



Belohnung nach der Physiotherapie. Ein Leckerli geht immer.




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